Cran Canyon

Wie alles begann…. 

Linedance, was ist das? Bis ins Jahr 2002 hatte ich keine Ahnung davon, hatte den Begriff auch noch nie gehört. Country Music mochte ich zwar immer schon und hörte sie gerne im Radio, besass aber selber keine CD's.  

Meine Schwägerin besuchte damals bereits seit einem Jahr mit ein paar Kolleginnen und Kollegen einen Linedance-Kurs in Zollikofen und liess nichts unversucht, mich zum Mitmachen zu Bewegen. Immer wieder habe ich ihr einen Korb gegeben, konnte mir ja auch nichts Genaues darunter vorstellen. Tanzen ohne Partner? In Linien? Unzählige verschieden Tänze und jeder hat einen Namen – und das sollte man dann auch noch im Kopf behalten?  

Steter Tropfen höhlt den härtesten Stein, meine Neugierde siegte und ich begleitete meine hartnäckige Schwägerin an die erste Country Night von FRED & STOMPING COWBOYS in Langenthal. Ich sollte endlich mal selber sehen, was und wie das getanzt wird.  

Und da ist es passiert. Ich war fasziniert von der Music, von den schönen Tänzen, die wunderbar auf die Melodien passten, der Harmonie in den Schrittfolgen und auch der Freude, die aus den Gesichtern der Tänzerinnen und Tänzer strahlte. Das sah herrlich aus, der Virus war in mir gepflanzt. 

Schon in der darauf folgenden Woche haben mich die Linedancer ins Training mitgenommen und ihrer Kursleiterin vorgestellt. Ja, eigentlich wollte ich ja nur zuschauen, bin aber ungewollt gleich zu meiner ersten Linedance-Lektion gekommen. Ich hatte zwar das Gefühl, dass ich das nie lernen würde, guckte oft ganz allein in eine Richtung und nur nicht dorthin wo die andern Tänzer oder hatte irgendwie zu lange Füsse, aber aufgeben, das wollte ich auf gar keinen Fall! Es sieht ja alles so leicht und fliessend aus, wenn dann aber die verschiedenen Schrittkombinationen mit Tempo aufeinander folgen, merkte man/frau schnell, dass es eine spannende Zusammenarbeit von Köpfchen und Beinen braucht. 

Ab sofort war ich voller Enthusiasmus mit dabei und wir übten während der nächsten zwei Jahre alle 2 Wochen bei Ruth Kobi in der Tanzfabrik in Zollikofen. Ich wollte unzählige Tänze lernen, dauernd sah ich an Anlässen neue, tolle Choreographien zu fantastischen Songs. So begannen wir, in Eigeninitiative zusätzlich einmal wöchentlich das Gelernte zu üben und zu festigen. Leider hat sich diese Linedance-Gruppe nach und nach aufgelöst, ich wollte aber unbedingt weiter machen und habe die Kurse bei Ruth Kobi allein besucht. 

Um nicht aus der Übung zu kommen tanzte ich ab und zu auch bei einer anderen Linedance-Gruppe aus der Region mit. Im Frühling 2005 haben wir zu dritt angefangen, wieder intensiver zu üben und ich begann, den zwei Frauen meine gelernten Tänze zu zeigen. So gewann ich mehr und mehr an Erfahrung, Tänze systematisch, korrekt nach der Choreographie und gut umsetzbar für die Übenden, weiterzugeben. In dieser Zeit wurde ich zu meiner Verwunderung auch immer wieder von anderen Interessierten für Gruppenunterricht angefragt. Es brauchte schon Überwindung, ein paar Monate Nachdenken und einiges Nachhaken, bis ich im Herbst 2005 zusagte. 

Es blieb nicht bei dieser einen Gruppe, inzwischen führe ich sechs unterschiedliche Lektionen durch und stelle fest, dass das Interesse für Linedance stark am Zunehmen ist. 

Mit der ersten Gruppe durften wir bereits nach einem halben Jahr einen Show-Auftritt in kleinem Rahmen präsentieren. Weitere Auftritte sind gefolgt. Namenlos wie wir damals waren, war es im Sommer 2006 an der Zeit für eine eigene Identität. Aus vielen Vorschlägen gewann der Name COMPAÑEROS. Anlässlich einer öffentlichen Namenstaufe im Herbst 2006 mit ''Taufpaten'' aus der regionalen Country Music Szene, präsentierten wir unser neues Showprogramm im Farmerrock in Roggwil. 

Und wirklich, der Name passt wunderbar zu uns, wir sind nicht nur Tanzpartner und –partnerinnen, inzwischen hat sich eine schöne Kollegialität und Freundschaft entwickelt, getragen von der gemeinsamen Leidenschaft für Linedance. Gemeinsam besuchen wir oft und gerne auswärtige Anlässe, sei es mit einer Livemusik oder die speziellen Linedance Nights mit DJ. 

Und es ging noch weiter – nach zwei temporären Übungslokalen fanden wir im Frühling 2007 sogar unser eigenes Tanzstudio in Langenthal. Allen, denen es von den Compañeros möglich war, haben in Fronarbeit unglaublich fleissig mitgeholfen, die Räumlichkeiten in eine typisch mexikanische Cantiña mit grosser Übungsfläche zu verwandeln. 

… und die Geschichte geht weiter

 

 

 

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